Porträt Nicola Hartung

Oliver:  Heute bin ich hier nicht alleine, mir gegenüber sitzt Nicola Hartung. Hallo Nicola, schön, dass du da bist.

Nicola:  Vielen Dank.

Oliver:  Nicola, ich freue mich, dass du dich bereit erklärt hast, für etwas Abwechslung in diesem Podcast zu sorgen und einige Folgen zu moderieren und damit unsere Zuhörer dich ein bisschen kennenlernen können und wissen, mit wem sie es da zu tun haben, möchtest du dich vielleicht vorstellen. Allerdings nicht ganz so klassisch. Das wäre dann vielleicht doch etwas langweilig. Sondern wie in einer Vorstellungsrunde, wie wir es auch ganz gerne in Trainings tun. Ich habe dich gebeten, dich im Vorfeld vorzubereiten mit Begriffen, die mit dem Buchstaben deines Vornamens anfangen, etwas über dich selbst zu erzählen.

Nicola: Ja, das mache ich sehr gerne. Du hast recht, das ist wirklich eine schöne Vorstellungsrunde, die ich auch gerne in Trainings einsetze und üblicherweise beginne ich mit dem N weil es ja auch der erste Buchstabe ist.

N wie Norddeutschland
Ursprünglich komme ich aus Hannover und für mich ist das Norddeutschland. Und ja, ich habe einen lieben Kollegen aus Hamburg, der mir immer abspricht, dass ich tatsächlich Norddeutsche bin. Aber ich lebe jetzt seit fast acht Jahren in München, im schönen Bayern, und muss fest stellen, dass es innerhalb Münchens nicht so ein Problem ist, aber außerhalb Münchens habe ich sehr schnell mit Dialekt zu tun. Man sagt ja, dass man in Hannover das beste Hochdeutsch spricht. Das heißt mit Dialekten habe ich manchmal so meine Schwierigkeiten. Und da gab es eine wunderbare Situation, die ist schon ein paar Jahre her, ich saß zusammen mit mehreren Frauen irgendwo im Raum München.
Und wir haben uns so über Frauen-Themen unterhalten. Irgendwann fing die eine an, zu erzählen, ja Meimo macht immer dieses und jenes. Und dann setze die nächste ein, ja Meimo macht es genauso. Das ging dann eine Weile so und alle redeten von Meimo und irgendwann brache es aus mir heraus:
Das ist ja verrückt, eure Männer haben alle den gleichen Spitznamen. Schockstarre.
Großes Gelächter. Und ich wusste, ok, jetzt habe ich was richtig dummes gesagt und musste dann feststellen, dass Meimo einfach nur mein Mann heißt.
Ja mei, so geht’s dann halt. Das habe ich wenigstens schon gelernt. Seitdem sage ich immer dazu, dass ich aus Norddeutschland bin. Und wenn ihr ein großes Fragezeichen in meinem Gesicht seht, hat es wahrscheinlich was damit zu tun, dass ich euren Dialekt nicht verstanden habe.

I wie Intellekt

Das I in meinem Namen steht für Intellekt und Intellekt meint im Rahmen des Gallup Strengthsfinder® Persönlichkeitsmodells ein bestimmtes Talent. Dieses Persönlichkeitsmodell ist ja nach Talenten aufgebaut. Und als ich die Analyse gemacht habe ist tatsächlich herausgekommen, dieses Talent habe ich. Intellekt. Da habe ich mich erstmal sehr gefreut, weil ich dachte, das heißt bestimmt, dass ich ganz klug bin und ganz schön viel weiß und so eine richtig Schlaue bin.
Ganz so war’s dann doch nicht. Aber als ich mich dann damit auseinandergesetzt habe, was dieses Talent bedeutet, habe ich viele viele wichtige Dinge über mich gelernt und eigentlich ein richtiges Aha-Erlebnis gehabt. Und zwar gehört zu diesem Talent, dass das Leute sind, die sich gerne vertieft mit Dingen auseinandersetzen, die gerne den Dingen auf den Grund gehen. Die sich also die sich mit Modellen und Theorien auseinandersetzen. Das passt auch ganz gut zu meinem Studium, ich habe Sozial- und Geisteswissenschaften studiert.
Aber Intellekt zeichnet eben auch aus, dass es Menschen sind, die sich gerne zurückziehen, um eben genau den Raum zu haben, den Dingen auf den Grund zu gehen. Und die auch genau diese Zeit für sich wirklich brauchen. Es war für mich deshalb ein Aha-Erlebnis, weil ich lange gedacht habe, irgendwie ist irgendwas mit meinem Sozialverhalten nicht ganz in Ordnung. Mit mir ist irgendwas nicht ganz in Ordnung, weil ich diese Zeit für mich alleine so sehr brauche.
Und als ich dann vor zwei oder drei Jahren festgestellt habe, aha, Gallup sagt, ich habe dieses Talent, war das für mich eine ganz große Erleichterung. Seitdem zelebriere ich das auch richtig und fühle mich auch besser und eigentlich sogar richtig gut damit, weil ich weiß es hängt mit diesem Talent zusammen.

Oliver:  Für mich und für die Zwecke dieses Podcast ein sehr willkommenes Talent. Das ist einer der Gründe, warum ich mich sehr freut, dass du hier mitmischen möchtest.

Nicola:  Na wunderbar, dann passt das ja.

C wie chaotisch
Nicola geschrieben mit C, also nicht so wie die Krankenschwester aus der berühmten Fernsehserie, nein, Nicola mit C und der nächste Buchstabe ist das C und das steht für chaotisch. Chaotisch im Sinne von Zufallssortierer. Es gibt ein weiteres Kommunikationsmodell das heißt NLP, neurolinguistisches Programmieren und da gibt es so Typen von Sortierern sag ich mal (Metaprogramme).
Und in diesem Kontext bin ich ein sogenannter Zufallssortierer. Das heißt, ich springe ganz gerne mal von Thema zu Thema und greife mir das Thema, was mich gerade besonders anlacht. Das kann dazu führen, dass das für meinen Gesprächspartner sehr verwirrend ist, weil er diese Gedankensprünge manchmal gar nicht mitmachen kann. Das passiert mir hoffentlich, nicht so häufig im Training. Aber gerade da bitte ich dann am Anfang meine Teilnehmer, mich darauf hinzuweisen, wenn das passiert, um zu vermeiden, dass ich sie einfach abhänge. Das entspringt keiner bösen Absicht, sondern ist einfach nur diesem Programm, das in meinem Hirn abläuft, geschuldet.

O wie ordentlich
Das O in meinem Namen steht für ordentlich, ist also Zeit genau die Kehrseite davon.
Ah ja Münchner Mieten. Da muss ich glaube ich nicht wirklich viel zu sagen. Es ist auch tatsächlich so, dass ich eine sehr kleine Wohnung habe, in der ich aber auch gleichzeitig arbeite. Das heißt ich bin quasi schon darauf angewiesen, dass es da sehr aufgeräumt ist damit ich dann auf dem Weg zum Schreibtisch/Esstisch nicht über meine eigenen Füße und andere Dinge stolpere. Das heißt, es ist für mich sehr wichtig, dass die Wohnung aufgeräumt ist und das alles an seinem Platz ist.

L wie lernen
Das L steht für lernen. Und lernen heißt für mich oder ist eigentlich ein bisschen meine Lebensmotivation. Wie es sich im Intellekt sich schon ankündigt, brauche ich neue Dinge. Mich interessieren andere Dinge, neue Sprache, neue Menschen, neue Situationen, neue Länder. Und ich mag mich gerne damit auseinanderzusetzen und braucht das auch. Also ich brauche Input. Immer nur die gleichen Dinge zu tun, in den gleichen Routinen zu verharren, macht mich sehr schnell sehr unglücklich und unleidlich und ich möchte niemand erleben.

A wie Ausland
Neue Länder, das Ausland steht für das A in meinem Namen. Ich habe gerade eine längere Asienreise hinter mir, die mich sehr begeistert hat, da war ich in China und in Thailand unterwegs. Tatsächlich hat mich die Reise so begeistert, dass ich mich entschieden habe, für eine längere Zeit, also für zwei Jahre, nach China zu gehen, die Sprache zu lernen, dort zu leben und zu arbeiten. Und da meinen Horizont maximal zu erweitern.

Oliver:  Klingt sehr spannend. Nicola, was bedeutet für dich die Zusammenarbeit im Team?

Nicola: Große Erleichterung. Es ist tatsächlich so, ähnlich wie bei Dir, dass ich als Trainerin Einzelunternehmer bin. Und, wie gerade schon gesagt habe, dass ich zuhause arbeite und dann irgendwie auch für mich allein bin. Immer wenn ich nicht auf einem Training oder einem Seminar unterwegs bin, bin ich allein. Ich bin also gerade kein Team und das ist für mich häufig sehr unbefriedigend. Arbeiten im Team heißt für mich das soziale Miteinander zu haben. Da habe ich dann tatsächlich jemanden, mit dem ich mich austauschen kann. Auch jemanden, mit dem ich vielleicht sogar meine täglichen Routinen habe, also das ganz normale soziale Bedürfnis. Aber das Zusammenarbeiten mit jemandem gibt eine bestimmte Struktur. Das gibt mir auch eine bestimmte Struktur, wenn ich weiß, ich muss etwas fertig machen, damit der andere damit weiterarbeiten kann oder ähnliches.
Dieses strukturelle und soziale Bedürfnis miteinander kombiniert, macht für mich den Reiz an der Teamarbeit aus.

Und es gibt noch einen ganz wichtigen anderen Aspekt. Wenn ich mit jemandem zusammen arbeite, mache ich das gerne mit jemanden, der andere Sachen kann als ich. Oder auch andere Sachen kann als ich, damit ich eben von dieser großen Aufgabe entlastet werde, alles zu können, alles können zu müssen und alles selber machen zu müssen.
Und der größte Gewinn ist, dass sich miteinander aufzuteilen, so dass jeder wirklich nach seinen größten Stärken arbeiten kann und dann natürlich auch die besten Ergebnisse erzielt.
Ich bin selbstverständlich viel schneller, erfolgreicher und auch besser im Ergebnis, wenn ich das machen kann, was ich wirklich gut kann. Anders, als wenn ich mich damit abquäle, was ich nicht so gut kann, Steuererklärung zum Beispiel.
Da bin ich ziemlich froh, dass dafür Leute gibt, die das richtig gut können und denen das vielleicht sogar Spaß macht.

Oliver:  Die Teamzusammenarbeit habe ich inzwischen auch schon erfolgreich aufgestellt. Bin Gott sei Dank da auch schon einen Schritt weiter für mich selber und ich arbeite schon arbeitsteilig. Aber das hat noch viel Luft nach oben und da möchte ich noch einiges voranbringen, um mich noch stärker auf das fokussieren zu können, was meinen Talenten wirklich entspricht.
Ich freue mich daher sehr auf die Zusammenarbeit mit dir in der Co-Moderation und in der Weiterentwicklung des Podcast.

Und unseren Zuhörern kann ich nur sagen, freuen Sie sich auf viele interessante und abwechslungsreiche Folgen im Gespann mit Nicola Hartung und Oliver Beyer.

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